Israels Export nach 63 Jahren:
erstaunliche Entwicklung
In den nunmehr 63 Jahren seines Bestehens hat Israel im Exportbereich eine rasante Entwicklung an den Tag gelegt. Waren einst Zitrusfrüchte und Diamanten das Hauptexportgut, zeichnet sich das Land nun durch die Ausfuhr avancierter Technologieprodukte aus. Wie das israelische Exportinstitut am Unabhängigkeitstag (10. Mai 2011) mitteilte, ist der Export Israels seit 1948 um das 13400-fache gewachsen. Das Gesamtvolumen stieg von umgerechnet rund 4,2 Millionen Euro auf rund 56,1 Milliarden Euro an. Die Waren- und Dienstleistungsexporte aus der Hightech-Industrie erreichten im Jahr 2010 umgerechnet knapp 20 Milliarden Euro und stellten damit 35 % des israelischen Gesamtexports dar. Auf das einstige Zugpferd, die Landwirtschaft, fielen dagegen nur noch 2 % (900 Millionen Euro). Erhebliche Veränderungen gab es auch in Bezug auf die Absatzmärkte: Gingen noch in den Fünfziger- und Sechzigerjahren 70 % aller Exporte nach Europa, sind es heute nur noch 32 %. Auf Asien fallen inzwischen 24 % der Warenausfuhr; in den Fünfzigerjahren war es lediglich 1 %. Die positiven Wachstumszahlen sollen auch in diesem Jahr anhalten.
Israel aktuell
Sechs Jahre nach der Vertreibung
aus dem Gazastreifen
Im August 2005 hat sich Israel aus dem Gusch Katif im Gazastreifen zurückgezogen und dabei etwa 10 000 Israelis aus ihren Häusern vertrieben. Inzwischen konnten erst etwa 230 von 1450 Familien in ein neu gebautes Haus einziehen, der Rest wohnt noch in provisorischen Unterkünften. Die Entschädigungszahlungen seitens der Regierung deckten meist den tatsächlichen Verlust nicht ab und machten so für viele Familien einen Neuanfang unmöglich. Erst nachdem 2009 eine Untersuchungskommission das Versagen der Regierung bei der Rehabilitation der vertriebenen Familien offenbarte, kam wieder Bewegung in die staatlichen Einrichtungen. Inzwischen hat der Bau von neuen Wohnungen in den meisten der dafür geplanten Ortschaften begonnen.
Ein Hauptproblem für die Vertriebenen ist nach wie vor die hohe Arbeitslosigkeitsrate von 18 %. Ein Grund dafür ist, dass viele der Arbeitsuchenden über fünfzig Jahre alt sind. Durch die hohe Arbeitslosenrate verbrauchen viele Familien die Kompensationszahlungen für das tägliche Leben, anstatt sie für den Bau eines Hauses zu sparen. Von den rund 240 landwirtschaftlichen Betrieben im Gusch Katif haben nur 30 % wieder den Betrieb aufgenommen. Momentan gibt es noch keine konkreten Pläne seitens der Regierung, die Landwirte fair zu entschädigen und ihnen eine Chance für einen Neuanfang zu geben. Die Bewohner des Gusch Katif wissen aus leidvoller Erfahrung, dass noch ein langer Weg bis zu einem normalen Leben vor ihnen liegt.
Knackpunkt des Konflikts
Israel besteht darauf, dass die Anerkennung seines Existenzrechts Grundpfeiler eines Friedensschlusses mit den palästinensischen Arabern ist. Die andere Seite lehnt dies kategorisch ab. Selbst wenn palästinensische Führer sich irgendwann einmal dazu durchringen sollten, Israel öffentlich anzuerkennen, so geschähe dies gewiss in englischer Sprache. Das niedere Volk wird hingegen nur auf Arabisch angesprochen. Die Leute sind unabänderlich indoktriniert, Israel jedes Recht auf das Land abzusprechen. Beispiele für diese Tatsache gibt es zuhauf. Die offizielle Tageszeitung der palästinensischen Autonomie, Al Hayat Al Jadidia, schreibt: »Die Zionisten müssen öffentlich vor der Welt erklären, dass die Juden keinerlei Verbindung zu palästinensischem, arabischem Land haben« Der Artikel fährt mit der Behauptung fort, bei der dokumentierten Geschichte der Juden, die bis zu römischen Historikern und noch weiter zurück reicht, handle es sich um eine reine Erfindung, die nur dazu diene, die »widerrechtliche Inbesitznahme palästinensischen Landes« zu rechtfertigen. Solche Propaganda gehört in den palästinensischen Print- und Übertragungsmedien genauso zum Tagesgeschäft wie in den Schulen. Derlei Indoktrinierung soll gewährleisten, dass die kommende Generation der Palästinenser nie ein Israel neben sich akzeptieren wird, mit oder ohne Friedensvertrag.
Israel heute
Gebet für Libyen
Im abgeschotteten Bürgerkriegsland Libyen leben nur ganz wenige Christen. Die Kirchen wurden 1969 nach Gaddafis Machtübernahme geschlossen. Der Islam ist Staatsreligion, Mission verboten. Gläubige versammeln sich im Untergrund – in ständiger Furcht vor der Polizei und dem Geheimdienst.
Idea
Umkämpftes Israel
Für Juden werde es keinen Platz geben, erklärte der palästinensische Präsident Abbas. Wenn es bald einen Palästina-Staat mit der Hauptstadt Jerusalem gebe, werde nicht akzeptiert, dass »darin auch nur ein einziger Israeli lebt«, erklärte er in Ramallah. Energisch wies Abbas frühere Vorschläge zurück, wonach jüdische Siedler in Judäa und Samaria in ihren Häusern bleiben könnten, machte sich gleichzeitig aber dafür stark, dass Israel Millionen von arabischen Flüchtlingen und deren Nachkommen aufnimmt, die das Land beim Unabhängigkeitskrieg verlassen haben. Israel soll seine Grenzen für Araber öffnen, Palästina will sie für Juden schließen.
hoffen + handeln
Sohn des höchsten
Hamas-Führers wurde Christ
Weltweit sorgt die Biografie »Sohn der Hamas« (Hänssler) für Aufsehen. Sie erzählt die Geschichte des heute 32-jährigen Palästinensers Mosab Hassan Yousef. Als ältester Sohn des Hamas- Mitbegründers Scheich Hassan Yousef gehörte er zur obersten Riege der islamistischen Organisation. Unter dem Decknamen »grüner Prinz« wurde er schließlich zum wichtigsten Informanten für den israelischen Geheimdienst. Durch ihn konnten zahlreiche geplante Selbstmordanschläge vereitelt werden. Sein Buch erzählt aber auch von seiner Bekehrung zum Christentum. Durch ein Gespräch im Gefängnis kam Yousef zum Glauben. 2007 hörte er dann mit dem Spionagedienst auf und wanderte in die USA aus, wo er 2008 öffentlich seinen Glauben bekannte. Bis vor Kurzem drohte dem Konvertiten allerdings die Ausweisung, was einem Todesurteil gleichgekommen wäre. Infolgedessen haben sich zahlreiche Kongressmitglieder bis hin zum früheren CIA-Chef für ihn eingesetzt. Das zuständige Gericht gab daraufhin dem Asylantrag statt.
Neues Leben
Bibel kommt wie Pizza
In Ägypten wird die Bibel nach demselben System verkauft wie eine Pizza. Man bestellt sie über eine kostenlose Telefonnummer und erhält sie eine halbe Stunde später per Motorradkurier an der Haustüre. Ideal für ein muslimisches Land. Niemand muss erst in einer Buchhandlung oder Kirche fragen. Die dortige Bibelgesellschaft versteht sich als Serviceorganisation für die Kirchen. Sie führt auch Leseförderkurse durch, an denen jährlich mehr als 5000 Frauen und Männer teilnehmen. hoffen + handeln
Hilfen für Neueinwanderer
Der Aufwärtstrend der Alijah (Einwanderung nach Israel) hält weiter an. Hauptgründe dafür sind die Nachwehen der Wirtschaftskrise und eine neue Welle des Antisemitismus in der Diaspora. Die ICEJ hält Schritt mit der aktuellen Entwicklung — sie konnte ihre Hilfe für jüdische Neueinwanderer verdoppeln. Während im Vorjahr 1500 Neueinwanderer bei ihrer Heimkehr in das Land ihrer Vorväter unterstützt wurden, sind es 2010 bereits über 3000 Personen aus den verschiedensten Ländern. Die Anzahl französisch-jüdischer Neubürger in Israel steigt beständig an. Muslimischer Antisemitismus lässt das Leben für Juden in Frankreich immer unsicherer werden, während die robuste israelische Wirtschaft und die Aussicht auf ein jüdisches Leben ohne Repressalien Israel immer mehr in den Fokus des Interesses rücken.
Naturwunder
Das Tote Meer soll eines der »sieben neuen Wunder der Natur« werden. Es zählt zu den beliebtesten Zielen von Besuchern des Heiligen Landes. Israel beteiligt sich jetzt an einem Wettbewerb, mit dem eine private Stiftung die Naturwunder dieser Welt bis zum 11. November unter 28 Kandidaten auswählen will. Das Bild zeigt Salzformationen, die sich im Wasser des Sees bilden; er ist aus der Bibel auch als »Salzmeer« bekannt. Heute hat der 67 Kilometer lange und 18 Kilometer breite See einen durchschnittlichen Salzgehalt von 28 % (Mittelmeer: 3,8 %). Aufgrund der hohen Dichte können Menschen nicht im Wasser versinken. Das Tote Meer wird vom Jordan gespeist, hat aber keinen Abfluss. Es liegt etwa 420 Meter unter dem Meeresspiegel und ist damit die tiefste Landstelle der Erde. Wegen der Wasserentnahme für Anbauflächen am Oberlauf des Jordan und der hohen Verdunstung durch extreme Hitze schrumpft die Wasserfläche. Große Flächen im Süden sind bereits verlandet. In der Nähe des Toten Meers befinden sich auch für Bibelleser interessante Stätten. Dazu zählen vor allem die Höhlen in der Nähe der Ruinenstätte Qumran. Dort sind 1947 Schriftrollen mit den ältesten Bibeltexten gefunden worden.
Idea
Wahre Flüchtlinge
Unter brutaler Verfolgung verlassen Hunderttausende Christen islamische Länder, darunter Irak. In Bethlehem, PA, ist der christliche Bevölkerungsanteil von 90 % auf 15 % gesunken. Landenteignung mit Gewalt oder gefälschten Dokumenten, Mord, Kidnapping, Vergewaltigung christlicher Mädchen und Zwang zur Verheiratung mit Muslimen sind Ursache zur Flucht. Obwohl Israel das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem die Zahl der Christen zunimmt, beschuldigen nahöstliche Bischöfe Israel für die himmelschreienden Nöte der Christen der islamischen Gebiete. Das ist widersinnig und absurd. |
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»Wir müssen deutlich machen, wem Jerusalem gehört!«
Dies erklärte Benjamin Netanyahu. »Jerusalem ist das Herz des jüdischen Staates, und deswegen sind wir verpflichtet, überall in unserer Hauptstadt zu bauen«, sagte Israels Regierungschef wenige Tage nach seiner Rückkehr aus den USA. In Washington hatte USPräsident Barack Obama versucht, Israel davon abzuhalten, in der Stadt neu zu bauen. »So lange Barack Obama pro–moslemische Berater um sich hat, ist keine Annäherung zwischen Obama und Netanyahu zu erwarten«, meint Nahost- Analyst Yoram Ettinger. »Obama wird stark von Beratern wie Valery Jarrett beeinflusst, die unter den moslemischen Bewegungen in den USA als Favoritin gilt, ebenso Botschafterin Susan Rice, die Israel als ein Land betrachtet, das die übrige Welt und besonders die Palästinenser ausbeutet. Auch Samantha Power zählt zu Obamas engen Vertrauten. Sie gilt als Israels härteste Kritikerin. Dazu auch der palästinensische Professor Rashid Khalidi, der ein führender PLO-Sprecher war und den israelisch-palästinensischen Konflikt bewusst anheizt.«
Doch Israels Regierung will ein Zeichen setzen und der Welt demonstrieren, wem Jerusalem gehört. So beschloss Netanyahus Regierungskabinett, in Jerusalem mehr als 60 Millionen Euro in die touristische und biotechnische Entwicklung zu investieren. Netanyahu machte deutlich, dass Jordanien in den Jahren zwischen 1948 und 1967 ohne Zustimmung der UNO die nördlichen, östlichen und südlichen Stadtviertel Jerusalems an sich gerissen hat. Damals erhob sich kein internationaler Protest. Gemäß »internationalem Verständnis« ist Ostjerusalem eine »palästinensische Hauptstadt«, was geschichtlich inkorrekt ist. Aus internationaler Sicht gesehen, gab es unter jordanischer Herrschaft keine Probleme, doch nun stört sich die Welt an der israelischen Herrschaft. »Jerusalem ist die ewige und geeinte Hauptstadt des jüdischen Volkes«, bekräftigte Netanyahu im Kabinett und gegenüber dem Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat. Andere Stimmen um Netanyahu betonten, dass seine Regierung für einen Friedensvertrag mit den Palästinensern doch auf Teile der arabischen Stadtviertel Ostjerusalems verzichten würde, nicht aber auf die Altstadt. Dies kann man auch so verstehen, dass kaum jemand daran glaubt, dass es jemals dazu kommen wird. Somit stellt die israelische Regierung nicht nur die Palästinenser zufrieden, sondern auch die westliche Welt: Jeder bekommt das zu hören, was er hören will.
Israel heute
Einfach und unbestechlich
Die Zehn Gebote sind auch im 21. Jahrhundert topaktuell. Das wird nicht nur von den Kanzeln gepredigt, sondern immer mal wieder auch in den Medien bemerkt. »Die Zehn Gebote sind«, notiert etwa Mathias Schreiber im Nachrichtenmagazin Spiegel, »nun mal die beste Marke auf dem Weltmarkt der Verhaltensmöglichkeiten.« Obwohl der Mensch immer wieder gegen sie vorgehe, seien sie notwendig, »wenn es mit der Menschheit noch ein paar Jahrtausende gut gehen soll«. Man müsse nur lernen, sich neu auf ihre Einfachheit und Unbestechlichkeit einzulassen.
Neues Leben
Südafrika
In vielen Ländern des islamisch geprägten Mittleren Ostens gibt es »eine große Offenheit gegenüber der christlichen Botschaft«. Das berichteten Teilnehmer des 3. Lausanner Kongresses Ende Oktober in Kapstadt. Auf eine Veröffentlichung von Namen wurde aus Sicherheitsgründen verzichtet, da Christen vielfach mit Diskriminierung und Bedrohungen rechnen müssten. Ein Pastor aus dem Iran berichtete, dass sich Tausende Muslime dem christlichen Glauben zuwenden würden. Auch in Ägypten und unter arabischen Palästinensern existiere ein großes Interesse an der »Botschaft von der bedingungslosen Liebe Jesu«.
Neues Leben
Umfrage: Ostjerusalemer Araber
wollen Israelis sein
Im Fall einer palästinensischen Unabhängigkeitserklärung im September wollen die meisten der arabischen Einwohner Ostjerusalems Israelis bleiben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Pechter Middle East Polls und dem Council for Foreign Relations. Im Rahmen der Erhebung wurden 1039 arabische Einwohner in allen 19 Ostjerusalemer Stadtvierteln befragt. Viele der arabischen Israelis wollen auch im Falle einer Zwei–Staaten-Lösung lieber die israelische als die palästinensische Staatsbürgerschaft haben. 35 % der arabischen Befragten würden bei einer freien Wahlmöglichkeit lieber Israeli als Palästinenser sein. 30 % würden sich für die palästinensische Staatsbürgerschaft entscheiden. Auch der hohe Anteil von 35 % der Befragten, die unschlüssig sind oder keine Angaben machen konnten, zeigt, dass ein Palästinenserstaat vielen Arabern nicht als eine besonders lukrative staatliche Heimstatt erscheint. Die Präferenz für Israel geht sogar so weit, dass fast die Hälfte, 40 % der Befragten, nach Israel ziehen würde, sollte ihre Gegend palästinensisch werden. Nur 27 Prozent würden im umgekehrten Fall nach Palästina ziehen wollen. Ein hoher Anteil der Ostjerusalemer Araber (44 %) äußerte sich positiv über ihren Lebensstandard und gab an, zufrieden zu sein. 31 % gab an, mit ihrem Lebensstandard nicht zufrieden zu sein.
Israel heute
Frieden unmöglich
Benjamin Netanyahu, Israels Ministerpräsident, sagte: »Die Palästinensische Autonomiebehörde muss sich zwischen einem Frieden mit Israel und einem Frieden mit der Hamas entscheiden. Frieden mit beiden ist unmöglich, da die Hamas die Zerstörung des Staates Israel anstrebt und dies öffentlich erklärt. Sie feuert Raketen auf unsere Städte ab; sie feuert Panzerabwehrraketen auf unsere Kinder ab. Ich denke, allein die Idee dieser Aussöhnung zeigt die Schwäche der PA und gibt zu der Frage Anlass, ob die Hamas die Herrschaft über Judäa und Samaria übernehmen wird, wie sie die Herrschaft über den Gazastreifen übernommen hat.«
Israelische Botschaft Berlin
Avigdor Lieberman:
Iran bleibt größte Bedrohung
Die erwartete Abstimmung über einen palästinensischen Staat bei den UN im September sei wichtig, aber das entscheidende Thema für Israel sei im Moment das iranische Atomprogramm, so Außenminister Avigdor Liebermann auf dem Treffen des Jüdischen Weltkongresses in Jerusalem. Liebermann warnte, dass die Welt lediglich auf die mögliche Anerkennung eines palästinensischen Staates durch die UN schaue und dabei die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm in Vergessenheit gerate. »Die internationale Gemeinschaft hat das Thema Iran und seine Pläne für den Ausbau seines Atomprogramms vergessen«, erklärte er. »Es ist offensichtlich, dass Iran sich nicht länger darum bemüht, die Welt zu beruhigen, sondern alles tut, um seine Pläne zu verwirklichen.« Zu diplomatischen Verhandlungen mit den Palästinensern erklärte Lieberman, Israel sei jederzeit bereit, ohne Vorbedingungen in Verhandlungen einzusteigen, und das trotz der »ausgewachsenen Schmutzkampagne«, die ihre Führung gegen Israel betreibe. Abbas, so Lieberman, gehe es jetzt einzig darum, »sich seinen Platz in der Geschichte und einen angenehmen Ruhestand zu sichern«. Eine Versöhnung zwischen Hamas und Fatah und die Anerkennung eines palästinensischen Staates durch die UN im September seien für Abbas wichtiger als »eine Lösung zwischen uns und den Palästinensern«, so Liebermann.
Jerusalem Post
Köln baut Museum über Judenviertel
Einmal tat sich in Köln die Erde auf und verschlang das Historische Stadtarchiv. Diesmal tat sich die Erde auf und gab ein Wunder frei: das mittelalterliche Judenviertel am Rathaus, mit Überresten von Synagoge, Kultbad, Hospital, Bäckerei, Tanz- und Hochzeitshaus. Der Stadtrat hat sich dafür entschieden, das Ganze mit einem Museum zu überbauen. Weit mehr als 50 Millionen Euro wird das Ausstellungsareal über 10 000 Quadratmeter kosten — davon muss die Stadt 37 Millionen selbst aufbringen.
Ein Labyrinth aus Gassen und Stiegen, direkt neben dem Rathaus
Die Grabung werde »in der ganzen Welt Schlagzeilen machen«, sagte ein international renommierter Kenner jüdischer Architektur, der aus den USA angereiste Professor Samuel Gruber. »Ich glaube, Sie haben sich bisher noch nicht bewusst gemacht, was Sie hier gefunden haben.« Dabei muß man nur mal aus dem Panoramafenster im dritten Stock des benachbarten Wallraf-Richartz- Museums hinabschauen, um zu erkennen, um welchen Schatz es sich handelt. Ein Labyrinth von Gassen und Stiegen tut sich da auf — es ist das Köln des Mittelalters. Die Straßen waren damals schmaler, denn in einer rundum befestigten Stadt war jede Elle Platz kostbar.
Das touristische Potenzial des neuen Museums soll immens sein
Richtig faszinierend wird es, wenn man hinuntersteigt auf das mittelalterliche Straßenniveau und durch die Ruinenlandschaft wandert. Diese Mauern wurden vor tausend Jahren gebaut. Es geht nicht um irgendein beliebiges Viertel der grössten deutschen Stadt zur Zeit der Ritter und Minnesänger — es ist der Bezirk der ältesten jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen. Für Gruber war Köln schon im Mittel alter eine »Mischlingsstadt, ein wundervoller Mix«. Das Judenviertel lag nicht etwa am Rand, sondern genau im Zentrum der Handelsmetropole. Doch es hat einige Zeit gedauert, bis die Kölner Parteien das touristische Potenzial erkannt haben. Gruber war es, der nachdrücklich darauf hinwies, dass die jüdischen Museen in Amsterdam und Prag jedes Jahr viele Hunderttausend Besucher anzögen. Und die verfügen nicht über eine solche unterirdische Stadt.
Christoph Driessen (siehe auch Welt-online)
Rekordjahr für Israels Tourismus
Der Tourismus in Israel boomt: 2010 kamen 3,5 Millionen Besucher - so viele wie nie zuvor in einem Jahr. Das ....mehr
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