Der Mensch von heute, der gesunde und kranke, wird von viel, viel Angst umgetrieben. Vor seinem Scheiden und Heimgang zum Vater schenkt der Herr seinen betrübten Jüngern noch den letzten starken Trost, an den sie sich halten sollen. Er kennt sie weit besser, als sie sich selbst kennen. Er versteht sie in ihrer Lebens- und Sterbensangst inmitten einer Welt voll Sorge, Krankheit, Not und Kriegen, voll Lieblosigkeit und Ungerechtigkeit.
Er weiß, dass es oft in dieser Welt zum Fürchten zugeht und dass uns Angst überfällt und bedrückt. Angst vor dem Dasein, vor der Zukunft, vor den Mitmenschen – oder ist es eine Angst, die man sich gar nicht erklären kann und doch lastet sie und vielen wie ein dunkler, lebensfeindlicher Druck! Oder ist da etwa noch die Angst vor Gott?
Ein Nobelpreisträger der Physik sagte: »Ich bin selbst ein Mensch, der Angst hat. Alle Gelehrte, die ich kenne, haben Angst.« Also nicht nur die Schwachen, die Anfälligen, die Leute mit den schwachen Nerven! Nein, sie überfällt auch die Aufgeklärten, die Großen und Starken, die wir allzu oft überschätzen.
»In der Welt habt ihr Angst …« Findest du, lieber Leser, in diesen Worten Jesu deine eigene Situation mit einer schmerzlichen Deutlichkeit? »Ich fühle mich von allen Seiten bedroht«, sagte mir der junge Mann in der Seelsorge. Doch das ist nur die eine Seite der Wahrheit. Die andere ist: »Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.« (Psalm 139,5) Wir müssen schwimmen lernen! Wer Angst hat, ...
(weiter im "freund" Sept. 2026 Seite
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Ihr Charles Reichenbach

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